Mitgliederversammlung

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Mitgliederversammlung

Die Freiwillige Feuerwehr Zeven hat traditionell am ersten Samstag im Februar ihre jährliche Mitgliederversammlung im Atrium des Hotels Paulsen durchgeführt.

Ortsbrandmeister Jan Tobias Wendelken blickte auf das vergangene Jahr zurück, zog Bilanz und führte zu aktuellen Themen und anstehenden Herausforderungen aus.

Kurz und knapp: 157 Mal musste die Feuerwehr Zeven ausrücken (81 Brandeinsätze und 76 Hilfeleistungs- und sonstige Einsätze). Damit war die Zahl der Einsätze zwar im Vergleich zum Vorjahr rückläufig, jedoch lag das auch an den ausgebliebenen Sturmschäden in 2018. Besonders erleichtert war Wendelken, dass trotz der großen Trockenheit nichts größeres passiert ist. Von der Qualität der Einsätze her wurde den Feuerwehrleuten wieder alles abverlangt. Das unterstreiche, dass fordernde und vielseitige Ausbildung nötig sei. Und dass diese stattfindet, belegen die Einträge in den Dienstbüchern der Ortswehr. Knapp 4.500 Stunden wurden bei Übungsdiensten aller Art verbucht, dazu kämen dann noch die knapp 2.200 Einsatzstunden, was dann rund 6.700 Stunden unbezahlte und unbezahlbare Zeit für die Gemeinschaft bedeutet. In diesem Zuge danke er nicht nur den Einsatzkräften für ihr Engagement, sondern auch den Partnern und Familien, die ebendiese Zeit auf ihre Feuerwehrfrauen und -männer verzichten müssen. Ein ebenso großer Dank gilt den vielen Arbeitgebern, die ihre Mitarbeiter für die Einsätze bereitstellen.

 

Die Mitgliederzahlen sind stabil und verzeichnen sogar einen leichten Zuwachs von sechs Personen. Insgesamt wählt die Feuerwehr Zeven 147 Mitglieder, die sich auf die aktive Abteilung (61), die Tagesfeuerwehr (7), die Reserveabteilung (18), die Altersabteilung (27) und schließlich die Kinder- (15) und Jugendfeuerwehr (19) aufteilt. Die Altersstrukturen sprechen für eine zukunftsfähige Truppe, deren Nachwuchs auch durch die Kinder- und Jugendfeuerwehr sichergestellt wird. Bei den jüngsten Abteilungen gibt es nach wie vor großen Zuspruch, sodass es bei der Kinderfeuerwehr sogar Wartelisten gibt. Der Altersdurchschnitt der Feuerwehr liegt bei 33,2 Jahren.

 

Die Materiallage sei ebenfalls gut. Beschädigtes oder auszusondernde Ausstattung wurde bereits ausgetauscht oder befindet sich zum Zulauf. Auch die Samtgemeindekleiderkammer verfügt nunmehr über einen Mindestbestand, sodass die Zeiten leerer Regale vorbei zu sein scheinen. Sehnsüchtig warte man seit vielen Jahren auf das neue Feuerwehrhaus, hier wage Wendelken jedoch keine Prognosen mehr. An den Neubau sind weitere dringend benötigte Anschaffungen geknüpft, so beispielsweise ein Logistikfahrzeug was seit 2015 immer wieder in der Beschaffung geschoben wird, da das derzeitige Feuerwehrhaus kein Platz mehr dafür biete. Derzeit stehen bereits in einem Hallenteil drei Fahrzeuge in einer Fahrzeugbox, die nur durch längeres Rangieren rein- und rausgefahren werden können – zwei Anhänger stehen in einem Lagerraum und im Hallengang. Dennoch dankte Wendelken der Verwaltung für die gute Zusammenarbeit, die Verzögerungen beim Feuerwehrhaus durch die archäologischen Funde könne ja niemand verantworten. Bürgermeister Norbert Wolf warf ein, dass er alles in seiner Macht stehende tun werde, um den Neubau so schnell wie möglich zu realisieren. Mit Blick in die Zukunft hoffte Wendelken auf Anschaffungen nach dem einst aufgestellten Feuerwehrbedarfsplan. Hier sei der Ersatz des jetzt 23 Jahre alten LF 16 gegen ein leistungsfähiges HLF 20/16 in 2020 geplant sowie der Ersatz der aktuell 22 Jahre alten Drehleiter im Jahre 2021.

 

Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Dirk Otjen hatte die Ehre, einige Beförderungen zum Löschmeister vorzunehmen und trug vorweg zur Bilanz innerhalb der Samtgemeinde vor. Hier seien über 200 Einsätze zu bewältigen gewesen, an denen die Ortsfeuerwehr Zeven zumeist beteiligt war. Otjen lobte ausdrücklich, dass die Feuerwehr Zeven seit vielen Jahren eng mit den kleineren Feuerwehren sowohl im Einsatz- als auch Übungsdienst zusammenarbeitet. Obwohl die Ausstattung einer Schwerpunktfeuerwehr natürlich sehr viel umfangreicher ist, begegne man sich respektvoll und auf Augenhöhe – das rechne er hoch an. Beispielhaft nannte Dirk Otjen einige größere Brandeinsätze oder die regelmäßigen Einsätze auf der Autobahn.

 

Abschnittsleiter Peter Dettmer hatte die Ehre, hohe Auszeichnungen für langjährige Feuerwehrmitgliedschaft verleihen zu dürfen. Selbst in der Zevener Feuerwehr „groß geworden“, kenne er die Ausgezeichneten noch aus den Tagen, als diese deutlich „größer“ waren. Daher sei es ihm eine ganz besondere Ehre, ihnen diese Auszeichnung auszuhändigen. Aus dem Einsatzgeschehen auf Landkreisebene hob er hervor, dass die Kreisbereitschaften diesmal nicht im Hochwassereinsatz waren, sondern tatsächlich zur Brandbekämpfung, als im Landkreis Verden ein großer Flächenbrand entlang der Bahnlinie den massiven Feuerwehreinsatz erforderlich machte. Als die Kräfte dann von ihrem Einsatz entbunden waren und nach der Verpflegungseinnahme zurückverlegen sollte, folgte kurz bevor alle ihre Teller hatten ein Folgealarm, was bisweilen zu lustigen Bildern führte, als die Einsatzkräfte versuchten, ihre Bockwurst und den Kartoffelsalat noch auf der Einsatzfahrt zu verzehren.

 

Die Leiterin der Polizeidienststelle in Zeven, Andrea Schürmann, überbrachte Grüße der Polizeikollegen und lobte die stets gute und professionelle Zusammenarbeit an den Einsatzstellen. Bürgermeister Norbert Wolf lobte das Engagement der Freiwilligen und zeigte sich wieder beeindruckt von der Leistungsbilanz. Er überbrachte die Grüße der Verwaltung und teilte man mit, dass diese die Feuerwehr stets mit den entsprechenden Rahmenbedingungen unterstützen werden.

 

Kurz vor dem Ende der Versammlung trat Jens Taege hervor, um im Namen des Zevener Feuerwehrausstatters MüTaeg ein Schwerschaumrohr als Geschenk zu überreichen. Bei zahlreichen zurückliegenden Einsätzen wäre ein solches Strahlrohr aufgrund der Größe und Funktion sehr hilfreich bei Drehleitereinsätzen gewesen.

 


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Wir gratulieren zur Beförderung:

Lukasz Urbanowicz          zum Feuerwehrmann

Kai-Uwe Pöppinghaus    und

Marcus Riedel                   zum Oberfeuerwehrmann

 

Simon Jaugstetter           zum Hauptfeuerwehrmann

 

Sabrina Langer                  zur Löschmeisterin

Torben Weigert                und

Michael Neumann           und

Andre Rey                           zum Löschmeister

 

Stehende Ovationen erhielten die geehrten Feuerwehrkameraden für langjährige Dienste:

 

Gerhard Wehrmeister   und

Günter Brunkhorst          und

Bernhard Meyerdierks  für 50-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr

 

Hermann Meyer               für 60-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr

 

Als neue Funktionsträger wurde Simon Becker zum Gerätewart gewählt und löst damit Andreas Meier ab, der das Amt aus zeitlichen Gründen nicht mehr wahrnehmen kann und nicht zur Wahl antrat.

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