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Jahr 1980

1980

Jetzt wurde auch die Planung eines neuen Feuerwehrhauses für die Ortsfeuerwehr Zeven verstärkt. Nach dem Baubeginn 1980, die Wehrmitglieder haben in der Folgezeit viele Eigenleistungen erbracht, wurde das neue Feuerwehrhaus am 12. Dezember 1981 seiner Bestimmung übergeben. Im Sommer 1982 stellte die Freiwillige Feuerwehr den Bürgern mit einem „Tag der offenen Tür" das neue Feuerwehrhaus vor. Durch Vorführungen erhielten die zahlreich erschienenen Bürger einen Überblick über die technische Ausrüstung und die Einsatzmöglichkeiten der Mannschaften und Geräte. Neben den eigenen Fahrzeugen standen der Wehr zwei Fahrzeuge der Kreisfeuerwehr zur Verfügung, ein Schlauchwagen ( SW 1000 ), der bereits im alten Feuerwehrhaus stand, sowie  ein neuer Rüstwagen (RW 2). Beide Fahrzeuge wurden der Ortsfeuerwehr Zeven  für Einsätze, auch über die Gemeindegrenzen hinaus, übergeben. Schon ein Jahr später, am 12. Dezember 1982, übergab Bürgermeister Hinrich Jürs die Schlüssel für ein neues Tanklöschfahrzeug  (TLF 16/25) an Ortsbrandmeister Gerhard Kriete.

Die arbeitsreichen Jahre während der Bauphase, in der viel Eigenleistungen erbracht wurden und die steigende Zahl der Einsätze, besonders im Bereich der Hilfeleistungen, haben den Mitgliedern der Zevener Wehr viel abverlangt. Die Übungsdienste wurden intensiviert und die persönliche Schutzausrüstung den Erfordernissen angepasst. Es war bisher üblich, dass die aktiven Mitglieder ihre Einsatzkleidung, bestehend aus einer blauen Jacke (oft eine ausgemusterte Dienstjacke) und einen schwarzen Helm, zu Hause hatten. Die jetzt erforderliche Einsatzkleidung war wesentlich umfangreicher und hatte besseren Schutzeffekt. Sie wurde für alle aktiven Mitglieder im Feuerwehrhaus bereitgehalten. So war gewährleistet, dass auch die Einsatzkräfte, die von der Arbeitsstelle zum Einsatz kamen, ihre Einsatzkleidung zur Verfügung hatten. In der Fahrzeughalle war sie hinter den Fahrzeugen übersichtlich aufgehängt. Nass gewordene Kleidung wurde dort getrocknet.

 

Das 100-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Zeven im Jahr 1985 warf seine Schatten voraus. Erste Gedanken wurden festgehalten und Planungen mussten anlaufen.

 

Die Wahlperiode für Ortsbrandmeister Gerhard Kriete und seinem Vertreter August Meyer nähert sich dem Ende. Gerhard Kriete kandidiert erneut, August Meyer aus gesundheitlichen Gründen nicht. Für den Vertreterposten wird Jörg Wodke vorgeschlagen. Beide werden am 11.Februar 1984 von der Mitgliederversammlung Gewählt.

 

100 Jahre alt, aber topfit, so stellte sich die Freiwillige Feuerwehr Zeven den zahlreichen Besuchern der über das ganze Jahr verteilten Veranstaltungen vor. Besondere Aufmerksamkeit fand der Tag der offenen Tür. Zahlreiche Vorführungen, in Zusammenarbeit mit der Polizei, dem Deutschen Roten Kreuz und anderen Organisationen und Verbänden gaben einen Einblick in die Aufgaben und Leistungen der verschiedenen Hilfsorganisationen und der Polizei.

 

Die hohen Bewirtschaftungskosten für das Feuerwehrhaus waren 1987 einmal mehr auffällig. Ergriffene Maßnahmen  führten dazu, dass die Temperatur in der Fahrzeughalle deutlich niedriger war und nicht kurzfristig erhöht werden konnte, um Einsatzkleidung zu trocknen. Das hatte zur Folge, dass nasse Kleidungsgegenstände lange Zeit brauchten, um zu trocknen. Einsatzkräfte mussten nicht selten in klammer, teilweise auch verspakter Einsatzkleidung zum nächsten Einsatz ausrücken. Hierzu trug sicherlich auch bei, dass die Fahrzeuge in der Halle gewaschen werden mussten und dadurch die Luftfeuchtigkeit hoch war. Dieser Missstand wurde der Samtgemeindeverwaltung vorgetragen und gemeinsam nach Lösungen gesucht. Als Ergebnis wurde ein separater Raum für die Einsatzbekleidung  und für die Halle eine Luftentfeuchtungsanlage sowie eine Abgasabsauganlage geplant.

 

Die Zahl der Funkmeldeempfänger zur Alarmierung der Mitglieder wurde in den vergangenen Jahren stetig erhöht, so dass 1988 Meldergruppen gebildet wurden, um je nach Art und Umfang des Einsatzes die erforderlichen Einsatzkräfte  alarmieren zu können, auch die, die bisher durch Sirenen nicht erreichbar waren.

 

Für die Kreisfeuerwehr wurde 1988 vom Landkreis ein Trockenlöschfahrzeug (TroLF 1500) aus Bundeswehrbeständen erworben und ein Gefahrgutzug aufgestellt. Das Personal für diese Einheiten stellte zum größten Teil die Ortsfeuerwehr Zeven.

 

Die zur Senkung der hohen Bewirtschaftungskosten geplanten Maßnahmen wurden zum Jahresende 1989 abgeschlossen. Besonders der beheizbare Raum für die immer umfangreicher und besser werdende Einsatzkleidung fand bei den Mitgliedern große Zustimmung.

 

Auf der Tagesordnung für die Mitgliederversammlung im Februar 1990 stand u.a. auch die Wahl des Ortsbrandmeisters und seines Vertreters. Beide Amtsinhaber, Gerhard Kriete und Jörg Wodke, kandidierten erneut und wurden gewählt. In den folgenden Jahren musste der Posten des stellvertretenden Ortsbrandmeisters, u. a. aus beruflichen Gründen mehrmals neu besetzt werden. Nach Jörg Wodke nahmen Dietrich Naerger und Gerhard Wilkens die Funktion wahr.

 

Veränderungen gab es 1990 auch bei den Fahrzeugen, der Einsatzleitwagen wurde durch ein neues Fahrzeug und die Drehleiter (DL 18) durch eine gute, gebrauchte Drehleiter (DL 23/12) ersetzt.

 

Im Jahr 1996 gab es in der Führung der Wehr Veränderungen. Gerhard Kriete stellte sich nach Ablauf seiner dritten Amtszeit nicht wieder zur Wahl. Für den Posten des Ortsbrandmeisters kandidierten Dietrich Naerger und Gerhard Wilkens. In geheimer Abstimmung wurde Dietrich Naerger mit den meisten Stimmen seine Kammeraden gewählt und der Samtgemeinde für das Amt des Ortsbrandmeisters der Ortsfeuerwehr Zeven vorgeschlagen.

 

Die Samtgemeinde Zeven sah in Dietrich Naerger's beruflicher Tätigkeit, im Rettungsdienst des DRK und auf der Grundlage des Niedersächsischen Brandschutzgesetzes eine Plichtkollision mit den Tätigkeiten eines Ortsbrandmeisters im Einsatzdienst und stimmte dem Vorschlag nicht zu. Diese Ansicht rief den Unmut vieler Feuerwehrmitglieder hervor und führte zu zahlreichen Austritten und sehr großem Unmut in den Reihen der Feuerwehr Zeven.

 

Einige Monate später wurde in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung Gerhard Wilkens gewählt und der Samtgemeinde für das Amt des Ortsbrandmeisters vorgeschlagen, die diesem Vorschlag zustimmte. Stellvertretender Ortsbrandmeister wurde Peter Dettmer.

 

Das schon im Vorjahr bestellte Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 wurde der Ortsfeuerwehr Zeven am 13. 09. 1996 übergeben. Die gebraucht erworbene Drehleiter (DL 23/12) entsprach nicht mehr den aktuellen Anforderungen und musste in absehbarer Zeit  ersetzt werden. Eine ebenfalls gebrauchte DL 23/12 SE, die 12 Jahre bei der Berufsfeuerwehr Stuttgart eingesetzt und grundüberholt war, wurde nach eingehender Besichtigung gekauft. Einen erwarteten Zuschusses für die Drehleiter lehnte der Landkreis wegen des Alters ab, stellte für eine neue Leiter jedoch einen Zuschuss von 60% der Kaufsumme in Aussicht. Nach einigen Gesprächen zwischen der Feuerwehr und der Samtgemeinderverwaltung fiel die Entscheidung zugunsten einer neuen Leiter. Mit Nachdruck wurde ein Käufer für die DL 23/12 SE gesucht  und nach einigen vergeblichen Bemühungen auch gefunden. Eine neue DLK 23/12 CC  wurde bestellt und der Ortsfeuerwehr am 21. Februar 1998 übergeben.

 

Um die Ausrichtung der Leistungswettbewerbe der Freiwilligen Feuerwehren des Regierungsbezirks Lüneburg hatte sich die Ortsfeuerwehr bereits 1996 beworben. Am 20. 09. 1998 trafen sich die 60 besten Gruppen des Bezirks, die vorher auf Kreisebene ermittelt wurden, zu einem spannenden Wettkampf. Vorführungen und eine Ausstellung modernster Feuerwehrtechnik umrahmten die Wettbewerbe. Sie fanden bei der Bevölkerung großes Interesse.

 

Immer häufiger gab es Anfragen, ab welchem Alter die Mitgliedschaft in der Feuerwehr möglich ist. Das führte letztlich 1998 zur Gründung der Jugendfeuerwehr. Als Jugendfeuerwehrwart stellte sich Joachim Sievers zur Verfügung, unterstützt von weiteren aktiven Mitgliedern. Die Zahl der Mitglieder der Jugendabteilung erhöhte sich schnell von anfangs 15 auf 35 Jungen und Mädchen. Eine stattliche Zahl Jugendlicher konnte schon nach erreichen des 16. Lebensjahres in die aktive Abteilung übernommen werden.

 

Durch immer weiter steigende Kosten für die Wartung und Instandhaltung von Sirenen und um eine Flexibele Alarmierung in der Stadt Zeven sicherstellen zu können, entschloss sich die Samtgemeinde Zeven 1999 die Ortsfeuerwehr Zeven künftig nur noch durch Funkmeldeempfänger alarmieren zu lassen, dies hatte eine Abschaltung der Sirenenalarmirung und einen Rückbau derselben zur Folge. Seit dem verfügt jeder Aktive Feuerwehrmann der Ortsfeuerwehr Zeven über einen Funkmeldeempfänger und kann so jederzeit im gesamten Kreisgebiet alarmiert werden.