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 Ausgebrannt von Marcus Vall

Bei der Feuerwehr schlummern viele Talente, sogar Künstler versehen dort ihren ehrenamtlichen Dienst. Marcus Vallböhmer von der Feuerwehr Jestetten (Baden-Württemberg) ist Kunstmaler und hat nun die Gefühle eines Feuerwehrmannes mit Acryl auf die Leinwand gebracht. Das Gemälde „Ausgebrannt“ thematisiert die Bewältigung eines dramatischen Feuerwehreinsatzes, bei welchem im letzten Moment eine Personenrettung gelang. Durch die Möglichkeiten der Malerei gelang es ihm, auch die Emotionen eines solchen Einsatzes abzubilden – diese wären einer Kamera sonst verborgen geblieben.

Das Gemälde wurde nun als längerfristige Dauerleihgabe an das Deutsche Feuerwehrmuseum in Fulda übergeben und kann dort besichtigt werden. Den Berliner Jürgen Leuthold hat das Gemälde sogleich zu einem Gedicht inspiriert:

Rotes Auto blaue Tränen

Viel zu oft sieht man das leuchtende Blau durch die Straßen eilen,
viel zu oft geht es um Not.

Brennende Häuser,
eintretender Herztod.

Genervt von den Sirenen,
die lautstark alles übertönen.

Ein Ton der trotzdem wichtig ist !

Sie fahren egal was da kommt.

Mit dem Wissen es geht um Feuer,
Unfall,
Herzstillstand,
verlangt man von ihnen klaren Verstand.

Sich einzustellen in Sekunden,
einzugehen auf körperliche Wunden.

Im bestem Fall geht alles gut
und
das stärkt für weiteren Mut.

Doch allzu oft,
sind es Bilder die sich im Kopf verschmelzen,
eingebrannt die Stimmen
und
Laute.

Von Sterbenden,
Hinterbliebenen,
Kollegen die den Geruch von verbrannter Haut
ausweinen...

Es gibt wenig Trost
und
wenig Worte die da helfen.

Aber das Wissen das Rettungskräfte
übermenschliches vollbringen,
sollte genügen einmal Danke zu sagen.

Wie oft steht ein rotes Auto neben einem an der Ampel ?

Oft genug für ein Lächeln das man schenken kann,
oft genug für einen Daumen den man zeigen kann,
das für ein dickes Danke steht !

 

 

Mit freundlicher Genehmigung von Marcus Vallböhmer (www.mv-art.com)